Aktuelles

10.08.2022: Pressemitteilung Höhenbefliegung Donaumoos-Zweckverband

Ergebnisse der neuen Befliegung belegen deutlichen Moorschwund im Donaumoos

Der Moorschwund im Donaumoos setzt sich fort. Das belegt eine Höhenbefliegung, die im März im Auftrag des DonaumoosZweckverbands stattgefunden hat. Die Ergebnisse zeigen laut Mitteilung des Verbands vor allem im Zentralmoos massive Verluste im Moorkörper – zum Teil über 20 Zentimeter in den vergangenen acht bis neun Jahren.

Die Vergleichsdaten stammen aus mehreren Befliegungen, die 2013 und 2014 stattgefunden hatten. Ebenso wie damals erfolgte die Messung auch diesmal im sogenannten Laserscan-Verfahren. Die von der Verbandsversammlung des Zweckverbands beauftragte Firma BSF Swissphoto hat dazu das Donaumoos bei geeigneten Witterungsverhältnissen abgeflogen.

Eine detaillierte Auswertung ist laut Michael Hafner, Geschäftsführer des Donaumoos-Zweckverbands, zwar noch nicht erfolgt. „Fakt ist aber: Die Sackung ist weiterhin dramatisch“, betont er. Das sieht auch Neuburg-Schrobenhausens Landrat Peter von der Grün, zugleich Vorsitzender des Verbands, so. „Die Ergebnisse der Höhenbefliegung zeigen im Vergleich zu den Daten von 2013 bis 2014 leider eindrucksvoll, dass wir in unseren Bemühungen im Donaumoos nicht nachlassen dürfen“, sagt er. „Daher begrüße ich das Engagement des Zweckverbands und des neuen Donaumoos-Teams, diesem Schwund weiter mit aller Kraft entgegenzuwirken.“

Die Ergebnisse sollen nun Inhalt weiterer Untersuchungen sein. „Wir haben die Daten bereits verschiedenen Forschungseinrichtungen zur Verfügung gestellt und um weitere Auswertungen gebeten“, erklärt Hafner. Gleichzeitig bittet er auch die Bevölkerung um Unterstützung. Aus diesem Grund hat der Zweckverband eine hochauflösende Karte, welche die Ergebnisse der Befliegung mit denen von 2013 und 2014 vergleicht, auf seiner Internetseite veröffentlicht. Wer Erklärungen oder auch Fragestellungen zu auffälligen Bereichen hat, kann sich über die
Kontaktmöglichkeiten auf der Webseite melden.
Die diesjährige Befliegung war die dritte Untersuchung dieser Art. Vor den Erhebungen 2013/2014 durch die bayerische Vermessungsverwaltung hatte das Wasserwirtschaftsamt Ingolstadt 1996 eine Laserscan-Befliegung in Auftrag gegeben. „Die Technik war damals aber bei Weitem nicht so genau wie heute und lässt nur sehr grobe Rückschlüsse zu“, erklärt Verbandsgeschäftsführer Hafner. Die bisher vorliegenden Daten, darunter auch eine Moormächtigkeitskarte von 1978, waren zudem bereits 2019 in eine erste Moorschwundkarte eingeflossen. Für Hafner stellen derartige Untersuchungen ein wichtiges Werkzeug dar. „Denn dadurch haben wir ein Werkzeug zum Monitoring des Moorschwunds und bekommen Hinweise auf Problemstellen und Ursachen.“ Befliegungen in regelmäßigen Abständen seien daher sinnvoll.
Die detaillierte Karte mit den Ergebnissen der diesjährigen Höhenbefliegung im Vergleich zu den Flügen von 2013 und 2014 gibt es auf der Internetseite des Donaumoos-Zweckverbands unter
www.donaumoos-zweckverband.de 

Höhenbefliegung
Die Karte der neuen Höhenbefliegung des Donaumooses, hier ein Ausschnitt, zeigt stellenweise massive Verluste im Moorkörper.

Luftbild MOORuse
Das Donaumoos, hier bei der MOORuse-Fläche bei Lampertshofen, ist massiv bedroht. Wie sehr, das belegt die neue Höhenbefliegung des Niedermoores.

Fernlehrgang Kinderpflege

10.08.2022: Pressemitteilung Infoabend Donaumoos-Zweckverband

Infos zum Donaumoos stoßen in Pöttmes auf großes Interesse

Volles Haus in Pöttmes: Ein Informationsabend zum Donaumoos und speziell zur Schorner Röste ist am Mittwochabend bei der Bevölkerung auf großes Interesse gestoßen. Rund 80 Zuhörer kamen zu der Veranstaltung im Kultursaal des Rathauses, um sich über die weiteren Planungen zu informieren und um Fragen zur Zukunft zu stellen.

Dass der Moorschwund im Donaumoos und die damit verbundenen Folgen für das Klima den Menschen auf den Nägeln brennen, zeigte nicht nur der Andrang im Saal, wo die Sitzplätze trotz zusätzlicher Stühle nicht ausreichten. Auch die Diskussionsrunde, die auf mehrere Vorträge folgte, offenbarte einen enormen Wissensdurst bei den Menschen. Dieser war auch der Tatsache geschuldet, dass derartige Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie einige Jahre lang kaum möglich waren. „Wir haben diese Zeit aber auch gebraucht“, erklärte Michael Hafner, der Geschäftsführer des Donaumoos-Zweckverbands, der den Abend gemeinsam mit dem Markt Pöttmes organisiert hatte.
Der Fachmann spannte in seinem Vortrag einen Bogen vom Besuch von Ministerpräsident Markus Söder und der Verkündigung eines 200 Millionen Euro schweren Förderpakets im Mai 2021 über das darauf folgende Moorschutz-Konzept der Staatsregierung und den Personalaufbau im Donaumoos-Team bis hin zu den nächsten Schritten. Dabei sieht Hafner die Arbeitskreise in den Gemeinden als zentrale Akteure. „Denn sie sollen mit den betroffenen Landwirten und Bürgern Konzepte entwickeln“, betonte er. „Die Mitarbeiter des Zweckverbands und der weiteren Behörden wirken dabei gerne mit.“ Eine Steilvorlage, welche die Verantwortlichen in Pöttmes aufnehmen wollen. Ernst Haile, der Umweltbeauftragte der Marktgemeinde, kündigte eine Art Zukunftswerkstatt für das Donaumoos an. „Wir wollen diesen Weg schnell einschlagen.“

Unterstützung gab es dazu aus der Politik. „Der Freistaat hat das Heft des Handelns an uns Kommunen weitergegeben“, erklärte Bürgermeister Mirko Ketz den Besuchern, die aus nahezu allen Donaumoos-Gemeinden gekommen waren und unter denen sich mehrere Rathauschefs sowie Kreis- und Gemeinderäte befanden. Neuburg-Schrobenhausens Landrat Peter von der Grün, zugleich Vorsitzender des Zweckverbands, sieht im laufenden Prozess „eine unglaubliche Chance für das Donaumoos“. Enorm wichtig ist beiden Politikern dabei allerdings der Wissenstransfer. „Es geht darum, die Menschen frühzeitig einzubinden und Fakten weiterzugeben“, so Ketz. Und Fakten gab es im Laufe der knapp dreistündigen Veranstaltung zuhauf.
Sebastian Rudischer von der Karlshulder Regionalstelle des Bayerischen Artenschutzzentrums im Landesamt für Umwelt informierte über den Sachstand der Planungen rund um die Schorner Röste.
Diese umfasst insgesamt etwa 340 Hektar, davon besteht etwa die Hälfte aus Moorflächen zwischen Pöttmes und Schorn beziehungsweise zwischen Schorn sowie Walda und Schainbach. Auf einer neun Hektar großen Ausgleichsfläche der Stadtgüter München laufen bereits Untersuchungen zu möglichen Moorschutzmaßnahmen, um die sich die Regionalstelle kümmert. Voraussichtlich im Herbst erwartet der Fachmann Ergebnisse, die er und seine Kollegen dann mit den Anliegern diskutieren wollen. „Inwiefern diese auf andere Moorflächen in Bayern anwendbar sind, werden wir prüfen“, so Rudischer, der auch auf eine langfristige Kooperation mit den Stadtgütern und deren Flächen bei Schorn setzt. Ein wichtiges Instrument für die weiteren Schritte sind die Werkzeuge des Wasserwirtschaftsamts Ingolstadt. Julius Schreiner, der sich in der Behörde um das Donaumoos kümmert, stellte dazu das komplexe Berechnungssystem und eine Potentialflächenanalyse vor.
Letztere zeigt unter anderem, wo genügend Grundwasser für Moorschutzmaßnahmen vorhanden ist, was auch in der Schorner Röste der Fall ist. Eine Besonderheit dort stellt Schreiner zufolge allerdings die Nähe zur Besiedlung dar. Als problematisch stuft der Experte diesen Umstand wegen der dortigen Hanglage jedoch nicht ein – selbst im Falle einer Anhebung des
Grundwasserspiegels in tiefer liegenden Bereichen.

In der folgenden Diskussion kam auch die Situation im regenreichen Vorjahr zur Sprache. Unter anderem im Bereich von Walda und Schainbach stand das Wasser damals teils monatelang in der Fläche. Schuld daran war laut Hafner der zersetzte Oberboden, der eine Versickerung unmöglich macht. Ein Problem, das mittlerweile im gesamten Donaumoos vorhanden ist. „Ein gewisser Quellvorgang ist zwar noch da, doch die typische Bodenstruktur wird mit der Zersetzung des Torfs zerstört“, erklärte er auf Nachfrage und erinnerte daran, dass es für den Moorschutz klares Ziel sei, das Wasser unter die Oberfläche zu bekommen. Auf diese Weise soll das Donaumoos auch wieder seine Wasserspeicherfunktion verbessern, die Hafner angesichts der momentanen Trockenheit als entscheidend ansieht.

 

Neu: Die Gemeinde Rohrenfels jetzt als App!

„Wissen, was los ist in Rohrenfels!“
Unsere neue Gemeinde-App, getauft auf den Namen „Heimat-Info“ versorgt uns ab sofort mit allen wichtigen Informationen und Neuigkeiten:

  • Aktuelles aus dem Rathaus
  • Veranstaltungen und Neuigkeiten unserer Vereine
  • Abfallkalender, Öffnungszeiten, Online-Anträge u.v.m.

Holen Sie sich die Heimat-Info App auf Ihr Smartphone
In der App erhalten Sie die Neuigkeiten zuverlässig per Push-Nachricht. Durch das Ein- und Ausschalten des Benachrichtigungsschalters können Sie individuell auswählen, von welchen Kategorien und Vereinen Sie die Informationen haben möchten.
Laden Sie die App jetzt herunter:
Hier klicken für Play Store (Samsung etc.): https://play.google.com/store/apps/details?id=info.heimat.app
Hier klicken für App Store (iPhone):
https://apps.apple.com/de/app/heimatinfo/id1589746365

oder stöbern auf www.heimat-info.de


Seien auch Sie dabei!
Heimat-Info bietet auch unseren Vereinen, Organisationen und Einrichtungen eine Möglichkeit, sich zu präsentieren und über Veranstaltungen und Neuigkeiten zu berichten. (Weitere Infos zur Registrierung erhalten Sie per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon: 0152/373 90728)




App_Flyer_Rohrenfels_Seite_1.pngApp_Flyer_Rohrenfels_Seite_2.png

08.06.2022: Pressemitteilung Donaumoos Zweckverband - Social-Media

Aktuelles Mitteilungsblatt


Kontakt Verwaltung

  • Verwaltungsgemeinschaft Neuburg a.d. Donau

    Tilly-Park 1a
    86633 Neuburg

    Tel.: 0 84 31 - 67 19 0
    Fax: 0 84 31 - 67 19 40
    E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Mit der Maus ins Rathaus

Mit der Maus ins Rathaus

Bayern mobil - sicher ans Ziel

wirf200

MiFaZ - Deine Mitfahrzentrale

bayernatlas